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BMTH - Stuttgart

Ein weiteres Mal im LKA Longhorn in Stuttgart, diesmal Bring Me The Horizon (11.11.13) Jetzt mal von ganz am Anfang: Die Schlage war extrem lang und es war extrem kalt. Nach ca. 15 Minuten war man endlich am Einlass, wurde dann erstmal abgetastet. Ich hatte einen schwarzen Mantel an, aber alles, was ich brauchte in meinen Hosentaschen verstaut. Die Türsteher haben nur meine (leeren) Jackentaschen abgesucht. Etwas fahrlässig. Dann an der Ticketkontrolle wurden 20-Jährige vor mir nach dem Ausweis gefragt, ich aber nicht (obwohl ich 4 Jahre jünger bin). Ein weiteres Mal etwas Fahrlässigkeit. Der Merch-Stand war eine Enttäuschung. Nicht wegen der Auswahl, die war gut, nur haben die Shirts 30 Euro aufwärts gekostet, ein Beanie ganze 25. Selbst beim Merch der Vorbands, von denen ich noch nie etwas gehört habe. (die gleichen Shirts gibt's bei EMP.de für 17 euro) Also ziemlich überteuert. Bier und Coke genauso. Fangen wir also mit der ersten Vorband an: Sights and Sounds aus Kanada. Der Stil war ziemlich rau, hatte auch einen passend rauen Gesang. Trotzdem blieb es noch ziemlich friedlich, nur wenig Mosh Pit. Die Musik war sehr eingängig. Es wurde aber sehr wenig bis gar nicht mit dem Publikum agiert. Die musikalische Qualität war Mittelklasse. Dann kam die zweite Vorband: Pierce the Veil aus Kalifornien. Der Stil war etwas mitreißender als der von Sights and Sounds, blieb dabei aber sehr abwechslungsreich und für den Mosh Pit geeignet. Die Band bestand aus sehr jungen Mitgliedern, ich schätze sie so alt wie BMTH. Dabei hatte der Sänger eine überraschend hohe Stimme, blieb aber damit sehr hart und rau. Sie haben das Publikum sehr stark eingebunden in Singalongs oder Aufforderungen zu Hüpfen. Leider war es ein sehr abruptes Ende und die Band verschwand einfach. Jetzt zum Headliner des Abends: Bring Me The Horizon. Nach einer Umbaupause von 20-30 Minuten und einigem Geschubse in den vorderen bis mittleren Reihen (die teilweise echt schmerzhaft waren, wenn man zwischen zwei riesigen Männern eingequetscht ist), kam endlich BMTH auf die Bühne. Die Band machte eine sehr gute Show mit einer guten Mischung aus alten und neuen Songs, auch gab es einen kleinen "Tempostopp" mit Deathbeds, bei dem man einen Moment durchatmen konnte, der war auch taktisch sehr gut gesetzt. Riesige Buchstaben im Hintergrund der Bühne dienten wunderbar als Showeffekte, generell wurde sehr viel mit der Lichttecknik gearbeitet. Von der Qualität: Wunderbar. Es gibt nichts zu bemängeln. Die Band hat sehr viel körperlichen Einsatz gezeigt, so sehr, dass Olis Stimme beim letzten Lied nicht mehr ganz funktionierte und das Publikum übernehmen musste. Auch hier gab es eine wahnsinnig große Einbindung des Publikums in Form mehrerer Wall of Deaths, Circle Pits und Aufrufen zum Hüpfen. Aber wie es nun mal ist, ist ein Konzert immer viel zu früh zu Ende. Generell musste man sehr stark seine Ellenbogen einsetzen und jeden Moment damit rechnen, entweder mit Bier überschüttet zu werden oder weggeschubst zu werden. Sehr viel körperliche Fitness also gefragt. Von der Lautstärke ging es sehr gut, es war angemessen laut, aber nicht zu laut, dass es in den Ohren piepst oder einem das Trommelfell platzt (selbst ohne Ohropax). Also: Gerne wieder!
12.11.13 12:25
 



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